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Informationen über Meerschweinchen:

Fütterung von Meerschweinchen:

Im Volksmunde sind Meerschweinchen angeblich sehr anspruchslos bei der Fütterung. Wenn man ein paar Grundregeln einhält, kann man dem zustimmen. Hierzu sollte man sich bei dem Futter auskennen und wissen, wo welche Vitamine drin sind, so dass man so die Meerschweinchenmalzeiten ausgewogen gestalten kann.

Wichtig: Meerschweinchen haben einen "Stopfmagen", wenn sie nicht genügend Ballaststoffe bekommen geht die Verdauung nicht weiter!!! Deshalb ganz wichtig, IMMER FRISCHES HEU ZUR VERFÜGUNG STELLEN!!!

 

Meerschweinchenfutter von A-Z:

A Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense; Er wird als Heilpflanze genutzt. Vorkommen: Weit verbreitet, häufig auf Äckern, Wiesen, an Wegrändern, auch auf Eisenbahnschotter.), Ahornzweige, Äpfel (wichtig für Jungtiere in der Ernährung), Astern (Callistephus chinensis)

B Bananen, Barbarakraut (Barbarea vulgaris; Vorkommen: Wegränder, Böschungen, Wasserufer und auf feuchten Äckern), Bärenklau, Wiesen- (Heracleum sphondyleum;Vorkommen: auf nährstoffreichen Wiesen, in Gräben, Auenwäldern, Gebüschen und Ufern), Beerenzweige, Beifuß, Gewöhnlicher- (Artemisia vulgaris; Vorkommen: auf Schuttplätzen, an Gewässerufern, an Wegrändern und an Gebüschrändern), Beinwell, Gemeiner- (Symphytum officinale; Vorkommen: auf feuchten Wiesen, an Ufern, in Gräben, Auenwäldern, auf Schuttplätzen und an Wegen; hilft zur Regeneration von Knochenbrüchen), Birkenzweige, Birnen, Bohnenkraut, Borretsch, Brennnessel, Große- (Urtica dioica; junge Pflanzen, getr., erhöht die Milchleistung, wirkt auch bei Blähungen.), Broccoli (viel Vitamin C), Brombeere (Rubus fruticosus; Vorkommen: Wege, Bahndämme, Gebüsche, Waldränder und Waldlichtungen), Buchenzweige

C Chicoree

D Dill

E Ebereschenzweige (Vogelbeere), Endivien, Erbsenkraut (Blätter), Erdbeeren, Erlenzweige

F Fenchel (Er wirkt bei Unregelmäßigkeiten des Verdauungsapparates, bei Erkältungen, bei allen Problemen der Atemwege. Er ist auch ein Mittel zur Anregung der Milchbildung), Futterrüben (sparsam verwenden)

G Gänseblümchen (Aster-Arten), Gänsedistel (Sonchus arvensis; Vorkommen: auf Äckern, auf Schutt, in Gräben, Weinbergen und an Wegrändern), Goldrute (Solidago-Arten; Vorkommen: (Solidago virgaurea) in krautreichen Laub,- und Mischwäldern Nadelwäldern, auf Kahlschlägen, Lichtungen und an Wegrändern, (Solidago canadensis) auf nährstoffreichen Unkrautfluren; hilft gegen Harntreiben, bei Blasen und Nierenerkrankungen und es besitzt eine Entzündungshemmende Wirkung), Grapefruit, Gräser, Grünkraut, Grünlilie (Triebe)

H Hainbuchenzweige, Haselnusszweige, Hasenscharte, Hirtentäschelkraut (Capsella bursa-pastoris; Vorkommen: an Wegrändern, auf Äckern und auf Schuttplätzen), Honigmelone, Huflattich (Tussilago farfara; Es wird angewendet bei Husten, als Vorbeugungsmittel in der Erkältungszeit und bei Schleimflüssen. Hilft gegen Entzündungen. Vorkommen: wächst auf Schutthalden, an Weg-, und Straßenrändern und an Bahndämmmen.)

K Kamille, Echte- (Matricaria recutita; Anwendung: Ihre allbekannte Bedeutung als Heilpflanze verdankt die Art einer Reihe entzündungshemmender und Krampfstillender Inhaltsstoffe. Zur Heilanwendung werden meist die Blütenköpfe gesammelt und als Tee verwendet. Vorkommen: Man findet die echte Kamille auf Äckern, Getreidefeldern, an Wegen und auf Ruderalstellen.), Kapuzinerkresse, Kartoffeln (gekocht und abgekühlt, Schale ohne grüne Stellen), Kiwi, Klee, Weiß- (Trifolium repens; Rotklee nur bedingt - bläht sehr stark; hat einen hohen Eiweißgehalt - bei Überfütterung kann es zum Eiweißschock kommen; Vorkommen: auf Wiesen, Äckern, in Parks und an Wegrändern), Kümmel

L Liebstöckel (Maggikraut), Lindenzweige, Löwenzahn, Gemeiner- (Taraxacum officinale; hilft bei Rheuma, bei Leberleiden und bei Nierenleiden)

M Maiskolben (weiche  - harte werden nicht gerne genommen), Malve, Wilde- (Malva syvestris; Vorkommen: an Wegrändern, Mauern, Zäunen, in Hecken und auf Schuttstandorten), Mandarinen, Melde, Melisse, Mirabellen

O Obstzweige, Orangen

P Paprika, Petersilie (wirkt appetitanregend, viel Vitamin C), Pfefferminze

R Radieschenkraut, Rettichkraut, Ringelblumen (Tagetes-Arten), Rote Bete (nicht die Blätter - Oxalsäuregehalt)

S Salat (außer Kopfsalat), Salatgurken, Salbei (Salvia officinalis; wirkt bei Verdauungsstörungen und Appetitlosigkeit), Sauerampfer,-Garten (Rumex acetosa var. hortensis), Schafgarbe (Achillea millefolium; Ein Tee daraus hilft gegen Verdauungsstörungen. Schafgabe ist eines der gesündesten Beifutter. Es erhöht die Widerstandskraft und macht weniger anfällig gegen Krankheiten. Es wirkt gut bei Erkältungskrankheiten und wirkt appetitanregend bei Appetitlosigkeit. Außerdem bewährtes Wundheilmittel. Vorkommen: Sie ist auf Schafweiden, Wiesen, Halbtrockenrasen und an Wegrändern zu finden.), Sellerie, Blatt- (Apium graveolens var. secalinum), Sellerie, Knollen-, Senfblätter, Sojabohnengrün, Sonnenblume, Spinat, Steck- und Mohrrüben, Süßerbsen (lathyrus odoratus)

T Tannenzweige, Tomaten, Topinambur (südamerikanische Süßkartoffel)

V Vogelmiere

W Wassermelone, Wegerich (Plantago major und Plantago lanceolata; ein Tee daraus hilft bei Erkrankungen der Atmungsorgane. Die Blätter sind ein ausgezeichnetes Wundmittel. Es kommt zur Anwendung bei Appetitlosigkeit, lang anhaltenden Durchfällen und Erkrankungen der Atemwege; Vorkommen: in Unkrautbeständen, an Wegen, auf Weiden, Wieden, Sportplätzen und auf Schuttplätzen), Weidenzweige, Weintrauben, Wermut

Z Zichorie, Zuckerl, Zitronen, Zucchini 

 

Das Futter, was oben aufgelistet ist, können Meerschweinchen in der Regel problemlos fressen. Ich übernehme aber keine Garantie dafür, dass Ihr Meerschweinchen dieses Futter auch verträgt, denn es gibt Meerschweinchen, die auf manche Sachen allergisch reagieren - zum Beispiel mit Haarausfall etc.

 

Die Meerschweinchenzucht!

Für viele Leute erscheint es ganz einfach; man lässt ein Weibchen von einem Bock decken und erhält aus dieser Verbindung Nachwuchs. So einfach ist das ganze aber nicht.

Weibliche Meerschweinchen sollte man das erste Mal zum Bock setzen, wenn sie ca. 750 g wiegen. Vorher sind sie für eine Trächtigkeit noch zu klein. So viel Geduld muss man sich bei der Meerschweinchenzucht auch schon lassen, denn das Ziel sollte ja sein, gesunden kräftigen Nachwuchs zu erzielen, der auch die typischen Merkmale eines Rassemeerschweinchens aufweißt.

 

Weibliche Meerschweinchen sollte man nicht öfter als 2-3 mal im Jahr decken. Drei Würfe kann man nur einem Tier mit sehr guter Kondition zutrauen. Ich persönlich gehe bei meiner Meerschweinchenzucht in erster Linie nach der Kondition, erst als 2. wird das Alter des jeweiligen Tieres berücksichtigt. Finde ich auch richtig so, denn wenn man z.B. ein Weibchen hat, das nach 8 Monaten immer noch keine 700 Gramm erreicht hat, sollte man auf keinen Fall nach dem Alter gehen und meinen: "So, mit 8 Monaten wird es jetzt aber mal Zeit für dich!" Kann man so ein Tier denn zur Zucht einsetzten? -Nein, besser nicht, wenn man an das Wohl des Tieres denkt. Weibchen, die zu früh gedeckt worden sind haben häufig bei der Geburt Probleme, da ihr Becken noch nicht ausgereift ist.

 

Nachdecken:

Des Weiteren sollte man es vermeiden seine Weibchen Nachzudecken! Nachdecken heißt, dass man sie, nachdem sie geworfen haben, sofort wieder zum Bock setzt, was eigentlich schon an Tierquälerei erinnert. Sie sind dann erneut tragend und müssen auch nach die Jungen säugen.

 

Trächtigkeit:

Die Trächtigkeit dauert bei Meerschweinchen in der Regel 68 - 74 Tage. Während ihr darf man die Weibchen nicht übermäßig stören, indem man sie jeden Tag rausnimmt und schaut, wie weit sie schon sind. Es empfiehlt sich ca. alle 7 Tage die Schambeinfuge und die Härte des Bauches zu kontrollieren. Die Schambeinfuge öffnet sich, wenn der Zeitpunkt der Geburt in naher Zukunft bevorsteht. Wenn eine Sau noch nicht so weit trächtig ist, ist der Bauch noch relativ weich, ein paar Tage vor der Geburt wird er sehr hart. Bei mir habe ich die besten Erfahrungen mit einer Trächtigen-Gruppe gemacht. Ich habe einige Weibergruppen, wo mehrere Weibchen untergebracht sind. Wenn die tragenden Weibchen, die in dieser Gruppe sind, ein bestimmtes Trächtigkeitsstadium überschritten haben, werden sie in die Trächtigen-Gruppe gesetzt. Mit dem Stadium meinen ich 2-3 Wochen vor dem werfen. Das besondere an dieser Trächtigen-Gruppe ist, das sie nur sehr hochwertige LM zu fressen bekommen (Bananen - damit die Babies im Bauch auch schön groß werden, Äpfel - allgemein gut, Paprika (in rauen Mengen), im Sommer Gräser verschiedener Arten, Kiwi - wegen dem Fruchtzuckergehalt...).

Verwerfen:

Mit das schlimmste, was einem speziell bei der Meerschweinchenzucht passieren kann, ist, dass die tragenden Weibchen verwerfen. Verwerfen ist die häufigste Todesursache von Mutter und ungeborenen Kindern! Wie kommt es dazu? In der letzten Zeit der Trächtigkeit braucht die Meerchweinchenmama besonders viel Glocuse und Calcium, wenn sie das nicht zur Verfügung hat kann es zur Trächtigkeitstoxikose kommen. Das die Sau eine Toxikose erleiden wird, macht sich dadurch bemerkbar, dass sie ein paar Tage vor der Geburt teilnahmslos, mit gesträubten Fell nur noch in einer  Ecke oder einem Häuschen sitzt. Meist sind zu diesem Zeitpunkt die Babies im Bauch schon abgestorben, und die Sau erleidet zusätzlich noch eine Blutvergiftung. Die Geburt ist sehr schwer, denn die Babies können nicht mehr durch Hormonabgaben indirekt helfen, weil sie ja schon tot sind. Wenn dann die toten Babies raus sind, steckt meist noch die Nachgeburt in der geschwächten Mutter drin, die sie nicht rausbekommt. Auch das verursacht nochmals Schmerzen. Die Meerschweinchenmama wird in der Regel noch 2-4 Tage vor sich hinwegetieren, bis sie dann endlich mit dem Tod erlöst wird. Ich rate jedem, der ein Weibchen mit einer Toxikose hat, es einschläfern zu lassen, denn dem Tier kann nicht mehr geholfen werden. Calciumaufbauspritzen etc. sind zwecklos! Aus dem Grund sollte man darauf achten, das tragende Meerschweinchen immer gut mit Vitaminen und Minaralstoffen versorgt sind. Vor allem mit Glucose (in LM enthalten, die süß schmecken! Glucose ist Fruchtzucker.) und Calcium (Calcium ist in erster Linie zuständig für den Knochenbau aber auch noch für andere wichtige Funktionen, es ist vermehrt in Bananen enthalten!)

 

Aus Sympathie mitwerfen:

Bei diesem Thema sind die Meinungen geteilt. Einige Züchter berichten, dass es vorkommt, dass Meerschweinchen aus Sympathie mitwerfen, also, wenn ein Meeri wirft und noch ein anderes im Stall ist, dass in den nächsten Wochen oder Tagen werfen muss, soll dieses dann anscheinend auch werfen, weil das andere auch geworfen hat. Die Babies seien dann sogar so wenig entwickelt, dass sie noch nicht 100% ig lebensfähig waren. Das halte ich persönlich für Unsinn.

 

Massenzuchten:

Meerschweinchen, die aus einer Massenzucht stammen, fallen häufig durch ihren Kleinwuchs, die Stehohren und die spitze Nase auf. Von solchen Meerschweinchen sollte man die Finger lassen, denn durch den Kauf eines solchen Tieres unterstützt man die jeweiligen Züchter für noch mehr "Nachschub" zu sorgen.

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